Knie-Operation bringt bei Meniskusschäden wenig

op ist der konservativen therapie häufig nicht überlegen

 

knieEine Metaanalyse aus Kanada mit über 800 Patienten zeigte, dass das „arthroskopische Débridement bei altersbedingten Meniskusschäden in den meisten Fällen“ nicht mehr bringt als eine konservative Therapie.

Dr. Oberhofer // springermedizin.de // 2014

Einer der häufigsten Eingriffe in der Orthopädie ist das Meniskusdébridement, bei dem eine „Säuberung“ und Spülung des Gelenkes und ein Glätten von Meniskus- und / oder Knorpelschäden durchgeführt wird. Zum Teil ist im Vorfeld nicht klar, woher die Schmerzen des Patienten stammen (Einriss des Meniskus, Arthrose oder beides). Da jedoch jeder Eingriff auch Komplikationen mit sich bringen kann, sollte genau zwischen möglichem Nutzen uns eventuellen Schäden abgewägt werden. Schon mehrere Studien haben belegt, dass die Knieoperation eines Mensikusrisses bei schwerer Gonarthrose kaum Vorteile bietet. Das Ergebnis der kanadischen Studie von Dr. Kahn zeigt nun, dass sich das „Meniskusdébridement kurzfristig zwar positiv auf das funktionelle Ergebnis auswirkt“, jedoch hatte es keinerlei Vorteile gegenüber der konservativen Behandlung. Hierfür wurden untersucht: Schmerzhäufigkeit und –intensität, Beschwerden im Alltag / beim Sport und die Lebensqualität.

Auch bezüglich des Schmerzes nach sechs Monaten zeigten sich keine besseren Ergebnisse durch die Arthroskopie gegenüber der konservativen Therapie.

Dr. Kahn belegt, dass die Knieoperation „nicht bei allen Patienten mit altersbedingten Knieschäden hilfreich ist“, auch nicht bei nur leichter Arthrose.

Quelle:
publiziert am: 01.9.2014 16.30 // Autor: Dr. Elke Oberhofer // springermedizin.de // basierend auf: Kahn M et al. Arhroscopic surgery for degenerative tears oft he meniscus: a systematic review and meta-analysis. CMAJ 2014; online 25.August; doi:10.1503/cmaj.140433